Archive for the ‘Nintendo DS’ Category

Fat abspecken…

Wednesday, August 6th, 2008

Nachdem Nintendo so prächtig Werbung dafür gemacht hat, habe ich mir die Woche mal eine R4DS gekauft, in der Hoffnung, dass diese SLOT-1 Lösung (zu SLOT-1 und 2 siehe hier) etwas weniger Strom verbraucht als meine bisherige SuperKey/SuperCard Combo. Daneben habe ich noch einen klitzekleinen Funken Hoffnung gehabt, dass die Probleme, die ich mit einigen Homebrew-Programmen hatte, an der SuperCard liegen.

Heute hat mich jedenfalls der Postmann aus dem Bett geklingelt und das gute Stück vorbeigebracht. Also habe ich sofort den Rechner angeschaltet, ein wenig Homebrew auf die herumliegende MicroSD gepackt, diese in die R4DS gesteckt und angeschaltet.

“Couldn’t find _DS_MENU.DAT” – Ah, nix mit Plug&Play. Na gut, dann sollte ich wohl besser erstmal die beiliegende CD einwerfen und schauen was da an Software und Dokumentation drauf ist. Wie sich herausstellt muss ich diese _DS_MENU.DAT und noch ein paar andere Dateien auf die MicroSD laden. Netterweise ist darunter auch gleich eine Version der Moonshell.

Nachdem ich das getan habe, stecke ich die Speicherkarte wieder in die R4DS und schalte an. Es blitzt ganz kurz ein “Loading…” auf und dann – Nichts. Der Bildschirm ist schwarz und es passiert nichts.

Nach einigem hin und her komme ich auf die Idee, dass die R4DS möglicherweise meine MicroSD nicht mag. Zum Glück habe ich noch eine zweite, nämlich die, die momentan in der SuperCard ihren Dienst verrichtet. Also mache ich zunächst einmal ein Backup von der Karte und lösche dann die Moonshell, die dort bereits drauf war, um sie mit der, die mit der R4DS mitkommt, zu ersetzen. Aber auch dieser Versuch schlug fehl.

Nun lösche ich einfach mal alles was auf der Karte drauf war, weil ich schon beim Backup gemerkt habe, dass scheinbar einige Dateien korrupt waren. Das hat mich allerdings auch gehindert sie zu löschen. Also formatiere ich die Karte mit FAT32 und spiele außer der R4DS Software nichts drauf. Auch das bringt nichts.

Mittlerweile ist mir auch aufgefallen, dass die Software auf der CD ziemlich alt ist und auf der Homepage neuere Versionen verfügbar sind. Um es kurz zu machen: Nö.

Die Verpackung der R4DS behauptet “Uses MicroSD card, FAT 16 or 32”. In einem letzten verzweifelten Versuch formatiere ich die Karte mit FAT16 und packe, mangels Übersicht über die mittlerweile geschätzten 120 offenen Fenster auf meinem Desktop, versehentlich wieder die alte Version der Software drauf. Auch das läuft nicht, aber als ich die MicroSD wieder in den Card Reader stecke, fällt mir auf, dass es die alte Version war (glücklicherweise unterschieden sich die beiden Versionen in Groß/Kleinschreibung der Dateinamen). Neue Version raufgeladen, R4DS gestartet…. “Loading…” → schwarz→ “R4 – Revolution for DS” → glücklicher Fraggy.

Also formatiere ich nun beide Karten mit FAT16, stelle die nichtkorrupten Dateien auf der SuperCard-Speicherkarte wieder her und lade auf die andere Karte die aktuelle Software für die R4DS und schon geht alles wieder.

Was lernen wir daraus:

  • Nicht alles glauben, was auf der Verpackung steht
  • Weniger ist manchmal mehr, besonders wenn man das “mehr” gar nicht braucht (2GB – so groß ist meine MicroSD – ist gerade die maximale Partitionsgröße für FAT16)
  • So lange es keinen guten Grund gibt, die aktuelle Version eines Treibers/einer Software nicht zu benutzen, sollte man das tun

Was die Haltbarkeit einer Akkuladung mit der R4 angeht, wird sich diese erst noch beweisen müssen, aber für meine zweite Hoffnung, sieht es gar nicht so schlecht aus. Zumindest “Beneath a Steel Sky” stürzt jetzt nicht mehr im Intro ab. Es hat ein paar Hänger an den Stellen, wo es auf der SuperCard gecrasht ist, aber mit der R4 fängt es sich wieder.

Packungsinhalt Neben der CD mit der veralteten Software liegen der R4 noch eine Hülle für die R4, ein Armband für ebenjene Hülle und ein USB-Stick als MicroSD Reader bei. Letzterer ist zwar an sich nett, die Benutzung kann ich aber dennoch nicht empfehlen, weil es ein Kunststück ist, die Karte wieder aus dem Stick herauszubekommen.

Schwierig herauszuziehenDer Stick ist so konstruiert, dass, wenn die Speicherkarte drin steckt, unter der Karte ein wenig Luft ist und dann eine Plastikwand mit Öse drunterliegt, sodass man die Karte nur von oben anfassen kann um sie den Fängen des Sticks zu entreißen. Mit einer Zange gelang es mit dann, die Karte von beiden Seiten zu greifen und herauszuziehen.

Erster Blogeintrag mit dem DS

Thursday, April 24th, 2008

Ich sitze gerade in der Rechnerarchitektur-Vorlesung und benutze links auf DSLinux um diesen Eintrag zu erstellen. Wenn jetzt noch der Browser von DSOrganize ginge…
Nunja, werd jetzt mal versuchen mich von meinem Spielzeug zu loesen und der Vorlesung zu folgen 😀

Ich verkaufe diese feinen Lederjacken…

Thursday, April 3rd, 2008

The Secret of Monkey Island auf dem DS

Es gibt einen DS-Port von der ScummVM und den musste ich natürlich sofort ausprobieren.

Ich hatte mich bereits vorher gefragt, wie mit der Darstellungsauflösung der Spiele verfahren wird, da diese in der Regel um einiges größer ist, als ein einzelner DS-Bildschirm, oder auch beide zusammengenommen, zulässt. Die Antwort lässt sich auf dem Foto schon erahnen: ein Bildschirm zeigt das ganze Bild auf die kleine Auflösung runtergerechnet und der andere Bildschirm zeigt einen Ausschnitt um die aktuelle Position der “Maus” in voller Auflösung. Mit A lassen sich die Bildschirme vertauschen, sodass man problemlos auch mit kleineren Objekten interagieren kann.

Der Touchscreen dient – wie sollte es anders sein – als Mausersatz. Mit dem Steuerkreuz kann man zwischen Links- und Rechtsklick wählen oder den Mauszeiger in den “Hover”-Modus versetzen, in welchem gar keine Mausklicks ausgelöst werden, sodass man, ohne etwaige Aktionen auszulösen, den Bildschirm mit dem Stift erkunden kann.

Ich bin dann mal mächtiger Pirat werden… 🙂

hurra, SPIIIIIIIEEEEELZEUG!

Friday, March 28th, 2008

’nuff said.

Gärbehälter für Homebrew

Friday, March 21st, 2008

Auch wenn es momentan so aussieht, als ob mein DS auf dem Transportweg verloren gegangen ist, fange ich jetzt einmal damit an, mich mit den verschiedenen Lösungen, die es ermöglichen eigene Programme (Homebrew) auf dem DS laufen zu lassen, zu befassen.

Zunächst sollte man vielleicht wissen, dass ein Nintendo DS zwei Einschubschächte für Spielekartuschen hat, einen für DS-Spiele und einen für Gameboy Advanced Spiele. Ersterer wird oftmals auch SLOT-1 und zweiterer dementsprechend SLOT-2 genannt.

Um jetzt eigene Programme auf dem DS laufen zu lassen, braucht man erst einmal einen Weg die Programme vom Computer zum DS zu bringen. Eine Variante nennt sich WiFiMe und basiert darauf, dass der DS Spiele über seine Drahtlos-Netzwerkschnittstelle herunter laden kann und spielen kann. Das Problem an WiFiMe ist allerdings, dass das Programm nach dem Ausschalten des DS aus dem Speicher verschwindet und wir es jedes Mal erneut herunter laden müssten. Des weiteren braucht man für WiFiMe eine WLAN-Karte mit einem ganz bestimmten Chipsatz (RaLink RT2500 oder RaLink RT2560 für die, die es ganz genau wissen wollen).

Ich kann mir gut vorstellen, dass WiFiMe zum schnellen Testen/Debuggen eines Programms bequem ist, aber im normalen Einsatz ist eine etwas persistentere Lösung sicher besser. Das wird uns durch Storage Cards ermöglicht, welche im Prinzip ein Adapter zwischen einem gängigem Speicherkartenformat, wie etwa Compact Flash oder SD Card, und dem DS sind. Gängige Karten sind hier die SuperCard und die M3.

Nun reicht es leider nicht, eine Storage Card reinzustecken und loszumachen. Nintendo hat natürlich ein berechtigtes Interesse daran, dass auf dem DS keine illegal kopierte Spiele laufen sollen, deswegen führt der DS eigentlich nur von Nintendo signierten Code aus. Eigentlich.

Wie man sich sicher denken kann, wurden inzwischen Wege gefunden, dies zu Umgehen. Namentlich sind das FlashMe, diverse NoPass-Devices für SLOT-1 und das bereits erwähnte WiFiMe.

FlashMe ist eine alternative Firmware für den DS. Jeder, der sich schon einmal mit Firmwares beschäftigt hat, sei es für den MP3-Player, das Handy oder sonst irgendwas, weiß, dass das Einspielen einer neuen Firmware-Version eine heikle Angelegenheit ist. Geht dabei etwas schief, dann taugt das Gerät danach nur noch als Dekoration für den Setzkasten. Beim DS kommt noch dazu, dass der FlashMe-Code selber auch nicht von Nintendo signiert ist, und man demzufolge erst einmal eine andere Methode zur Umgehung dieses Schutzes benutzen muss.

Also bleiben uns noch die NoPass-Devices für SLOT-1. Da gibt es ein paar, aber hier scheint es keinen grossen Unterschied zu machen, welches man nimmt. In den Foren, wo ich ein wenig quergelesen habe, scheinen SuperKey und PassCard 3 die am meisten verbreiteten Varianten zu sein.

Das heißt jetzt im Klartext, man braucht eine NoPass-Lösung, eine Storage Card und eine Speicherkarte, welche man dann in die Storage Card steckt. Aber halt, es gibt einen weiteren Weg! In letzter Zeit haben sich SLOT-1 Devices durchgesetzt. Diese Karten sind NoPass und Storage Card in einem, was natürlich mehr Komfort mit sich bringt und unter Umständen billiger sein kann. Bei den SLOT-1 Devices sollte man R4, M3 Simply und die SuperCard One erwähnen. R4 und M3 Simply sind die gleiche Hardware, aber mit unterschiedlichen Firmwares. R4 soll wohl in der Regel etwas günstiger sein, als M3 Simply.

Nun hat aber bekanntlich alles seine Vor- und Nachteile. Die SLOT-1 Devices haben sicher viele Vorteile, aber auch 2 Nachteile:

  1. man kann mit ihnen keine GBA-Homebrew laufen lassen
  2. sie bringen keine RAM-Erweiterung mit sich

Wie wichtig einem selbst die genannten Punkte sind, soll jeder für sich entscheiden. Es soll wohl einige Homebrew-Software die RAM-Erweiterung brauchen, die einzige, die ich momentan kenne, ist die umfangreichere Version von DSLinux. Allen, denen diese Einschränkungen egal sind, würde ich vermutlich R4 empfehlen.

Ich für meinen Teil werde mir wohl einen SuperKey, eine SuperCard Lite und ein paar GB MicroSD kaufen. Wenn DHL irgendwann mein Paket findet. Oder mir meinen Verlust ersetzt… 🙁